Depression, die häufigste zu therapierende Störung

Zu den häufigsten psychischen Störungen gehören die Depression, Ängste und psychosomatische Störungen. Die Depression ist das Phänomen, wo sich eine gerückte Stimmung, Freudlosigkeit, Interessenverlust oder Antriebsstörung zu Hoffnungslosigkeit verbinden. Da haben sich ein negatives Selbstbild und häufig pessimistische Zukunftsaussichten verfestigt, so heißt das in der Sprache, der Psychiater und Psychotherapeuten, zu denen diese affektive Störung zum Alltag gehört. 

 Depressive sind Menschen, die sehr leiden. Das Leiden ist so groß, dass ungefähr 10 Prozent der Depressiven aus dem Leben treten, das Fachwort ist Suizid. In Zahlen ausgedrückt, sind das jährlich 10.000 Menschen. Der Suizidversuch wird um ein vielfaches höher eingeschätzt.

 Es macht beklommen, wenn es noch Menschen gibt, die diese psychische Störung als Modeerscheinung abtun. Als könnte man wirklich die Depression mit guter Musik oder Ausgehen mit Freunden heilen. Das ist definitiv falsch. Es ist ratsam bei einer Depression, die länger als 14 Tage anhält zum Experten wie dem psychologischen Psychotherapeuten zu gehen. 

 Es wurden nach Angaben der Gesundheit in Deutschland aktuell 2009 insgesamt bei 8 % der Frauen und 4 % der Männer eine Depression oder depressive Verstimmung diagnostiziert. Allerdings ist die Dunkelziffer wesentlich höher, denn viele Depressive nehmen die Störung nicht ernst oder schämen sich. Sie gehen einfach nicht zum Arzt oder Psychotherapeuten. Daher bleibt die Depression sehr oft unerkannt. Auch stellt der Arzt oft keine Depression fest oder es wird eine falsche Diagnose gestellt. 

 Die Depressionsforschung ist vergleichsweise hervorragend, gegenüber anderen Forschungsgebieten. Doch in den Arztpraxen nimmt die Zahl der Patienten mit getrübter Stimmung rapide zu. Auch wurde Größenordnung der depressiven Erkrankung bislang beträchtlich unterschätzt. So gehen Experten davon aus, dass die Depression schon im Jahre 2020 weltweit die zweithäufigste Krankheit sein wird. Bis zu 18 Prozent der unserer Bevölkerung könnte in ihrem Leben (als Lebenszeitprävalenz) irgendwann an einer Depression erleiden, das ist nahezu jede fünfte Person.

Für die Krankenkassen sollte daher die Depressionsbehandlung ein großes Thema  sein. Die Depression und die Ängste kostet den Krankenkassen und der Wirtschaft über 100 Milliarden Euro, errechnet Winfried Panse. Die beste Möglichkeit, die Depression zu verhindern sind Bedingungen zu schaffen, die für die menschliche Gesundheit tragbar sind. Doch die Anforderungen auf dem Arbeitsplatz und in der Familie nehmen immer mehr zu. So kommt niemand einfach so aus der Depression heraus.

 Nachdem die Krankenkassenbeträge jahrelang, genauer genommen jahrzehntelang immer mehr steigen, zeigt sich trotz vieler wissenschaftlicher Erkenntnisse, dass das deutsche Gesellschaftssystem es nicht geschafft hat labilere Menschen ausreichend für die Berufswelt zu qualifizieren. Ja, das kostet Geld! Aber auch nur mit Geld allein geht es nicht. Ein verständnisvoller Umgang mit depressiven Menschen, das wäre der erste Schritt, doch davon sind wir noch allgemein sehr weit entfernt. 



Kontakt

Heilkundliche Psychotherapie

Andreas Kawallek

Paulstr. 3

10557 Berlin, Mitte / Tiergarten

Tel. 030/ 27 49 92 31

kawallek@heilkundigepsychotherapie.de